20.10.2006 Koch wird deutscher Meister beim Achtkampf

Bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften, die am 16.-17. Sept. in Konstanz stattfanden ging Benjamin Koch für die KTV Ries an den Start. Der Rieser hatte sich als einer von elf Senioren (Altersklasse 30+), für die Teilnahme an den Meisterschaften im deutschen Achtkampf qualifiziert. Durch seine im Juni gezeigten Leistungen war Koch hinter den Landesmeistern aus Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein auf Platz vier gesetzt. Um einen der ersehnten Plätze auf dem Treppchen zu ergattern galt es bei den vier Turnerischen Disziplinen mit möglichst fehlerfreien und sauberen Übungen der Konkurrenz wichtige Zehntel abzuknüpfen, die dann bei den letzten Disziplinen als Puffer gegen die leichtathletisch starke Konkurrenz dienen sollten. Erste Verunsicherung kam auf, als der gesundheitlich angeschlagene Favorit Marco Häuser nach drei Absteigern vom Reck aus dem Wettkampf aussteigen musste. Als der Rieser seine genau auf die Wertungsvorschriften angepassten Reckübung mit einem sicheren Doppelsalto beendet hatte und er für die Übung an seinem Zittergerät gute 8,65 Punkte erhielt, war die Erleichterung groß. In seinen nun folgenden Paradedisziplinen dem Boden und Sprung zeigt Koch keine Schwächen und ging mit 9,25 und 9,00 Punkten sogar in Führung. Als die Kampfrichter nach der letzten Turnerischen Disziplin, dem Barren, ebenfalls eine 9,25 zeigten wusste der KTV-ler dass er sich mit einer bisherigen persönlichen Bestleistung einen scheinbar komfortablem Vorsprung von 2 Punkten erturnt hatte.

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Beim 100 Meter Lauf hatte Koch die Konkurrenz im wahrsten Sinne des Wortes gut im Blick, denn sowohl er, als auch der auf Platz zwei liegende Christoph Storz überquerten nach 12,08 Sekunden die Ziellinie. Beim direkt im Anschluss stattfindendem Weitsprung kam der Rieser zwar auf akzeptable 5,53 Meter, doch der Baden-Württembergische Landesmeister sprang hervorragende 6,22 Meter, womit der scheinbar so komfortable Vorsprung mit einem Schlag auf fünf Hundertstel zusammen schrumpfte. Die Entscheidung musste also in den letzten beiden Wurfdisziplinen dem Schleuderball und dem Kugelstoßen fallen. Hier behielt Koch die Nerven und schleuderte den Ball mit 49,01 Metern den Ball nahezu 6 Meter weiter als sein Direkter Konkurrent. Den möglichen Sieg im Hinterkopf vermasselte Koch seinen seine Ersten Versuche mit der 7,25 kg Kugel. Und so musste Koch bis zum Letzten Versuch bangen, bis klar war, dass die gestoßenen 10,00 Meter für den kaum erhofften Gesamtsieg reichen würden.

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