Saisonstart mit schwerer Aufgabe

Zum Auftakt steht bei den Turnern der KTV Ries direkt ein sehr wichtiger Wettkampf auf dem Plan, bei dem es um wertvolle Punkte in Sachen Klassenerhalt geht. Das Turnzentrum Bochum-Witten gastiert zum ersten Mal im Rieser Sportpark und will den Rieser definitiv den Einstieg in die Nordstaffel möglichst schwierig gestalten. Wettkampfbeginn ist wie gewohnt um 18 Uhr in der Hermann-Keßler-Halle in Nördlingen.

Viele Neuerungen stehen in Sachen Liga bei den Kunstturnern aus Nördlingen in diesem Jahr an. Nach der äußerst erfolgreichen Saison im vergangenen Jahr, an deren Ende man neben der Meisterschaft auch die Rückkehr in die zweithöchste Liga Deutschlands feiern durfte, wurde bekannt, dass die diesjährige Saison schon im Juni mit zwei Wettkämpfen ihren Auftakt haben wird. Auch die Einteilung in die Nordstaffel stellt die Turner und Verantwortlichen vor viele Herausforderungen, da man gegen viele Mannschaften wohl das erste Duell bestreiten wird und die Gegner demzufolge schwieriger einzuschätzen sind.
Mit der TZ Bochum-Witten hat man gleich zum Beginn am heutigen Samstag, den ersten Kontrahenten von dieser Liste, zu Gast vor heimischem Publikum.
Ein schwieriger und zugleich wichtiger Wettkampf steht den Riesern gegen dieses Team bevor.
Beide Mannschaften treten mit dem Saisonziel ‚Ligaverbleib‘ an, was für die KTV als Aufsteiger nicht ungewöhnlich ist, aber auch die Bochumer haben sich diese Vorlage selbst auferlegt. Im letzten Jahr gelang ihnen das mit Rang 7 in der finalen Tabelle knapp und so sind die Einschätzungen vieler, dass der heutige erste Wettkampftag richtungsweisend sein wird, folgerichtig wahr.
Trainer Thomas Schlüter hat seine Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr allerdings etwas umgebaut und setzt nun auf jüngere Turner um schon jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen. Zusätzlich wird die Mannschaft von zwei Talenten aus Berlin unterstützt, was die Mannschaft nochmals schwieriger für eine fundierte Einschätzung macht. Der Kern des Teams, welcher nun schon die dritte Saison in der 2. Bundesliga bestreiten wird, konnte aber erhalten bleiben und kann damit schon auf einige Erfahrung zurückgreifen.

Bei der KTV Ries hat sich personell wenig geändert und so wird man die anstehende Saison mit denselben Leistungsträgern bestreiten, die im vergangenen Jahr schon für die Siegesserie gesorgt haben. Auch hier kann ein Teil der Mannschaft schon auf Wettkämpfe in der 2. Bundesliga zurückblicken, aber wie beim Gegner sind auch junge Turner im Kader welche zwar schon einige Wettkämpfe in der Deutschen Turnliga bestritten haben, aber es die erste Saison in der zweithöchsten Klasse sein wird. Allerdings sind, durch das soeben zu Ende gegangene Turnfest in Berlin, die Turner in einer guten Form die ihnen bei dem ungewöhnlich frühen Saisonstart sicherlich weiterhelfen kann.
Arian Trieb und Maurice Praetorius bewiesen sich in der AK 17/18 und konnten nach zwei Durchgängen beide unter den Top 10 landen. Nebenbei erreichten sie auch diverse Gerätefinale und stellten damit einmal mehr unter Beweis, dass sie zu Deutschlands besten Nachwuchsturnern zählen. Am heutigen Samstag werden sie als Mehrkämpfer, ihr Können dann wieder in den Dienst der Mannschaft stellen und damit einen entscheidenden Anteil am Wettkampfgeschehen haben. Mit Ilya Kibartas steht für den ersten Ligawettkampf auch wieder eine bekannte Verstärkung in der Aufstellung der Rieser. Als Mitglied des russischen Nationalkaders wird er ebenfalls als Sechskämpfer seinen Einsatz finden.
Die restlichen Einsätze an den jeweiligen Geräten werden wieder die Gerätespezialisten im Team übernehmen. Jakob Mayer steht am Boden, Seitpferd und Reck als Kandidat auf dem Einsatzplan der Trainer. Philip Schmid ist am Boden und am Sprung eine Option im Duell Mann gegen Mann. Lukas Leonhardt ist mit seinem Paradegerät Seitpferd ein wichtiger Spezialist, der aber auch am Barren und am Reck mit seinem Können zu überzeugen weiß und damit ein Kandidat für Einsätze an den letzten beiden Geräten. Andreas Hofer ist ebenfalls für das Zittergerät Pauschenpferd vorgesehen, ist aber auch am Boden und Barren bei den Trainern vorgemerkt. Mit Barren und Reck ist Stefan Braun seit Jahren ein verlässlicher Turner im meist hektischen Verlauf gegen Ende des Wettkampfes und soll auch in diesem Jahr wieder, mit seiner Sicherheit an diesen beiden Geräten, der Mannschaft weiterhelfen. Auch Sven König kann schon auf einige Jahre Wettkampferfahrung zurückblicken, ist aber meist zu Beginn im Einsatz. Am Seitpferd, den Ringen und am Sprung sind seine Stärken angesiedelt. Allerdings bringt keiner mehr Erfahrung mit in die Mannschaft als Kapitän Thomas Radler, welcher sich auch in dieser Saison nochmals dem Abenteuer 2. Bundesliga anschließt und mit seinem Können an bis zu fünf Geräten der Mannschaft zur Verfügung steht. Auch Roland Hagner will es nochmals wissen und hängt nochmals eine Saison in der ersten Mannschaft dran, wo er an ‚seinem‘ Gerät, den Ringen, noch immer vorne mitturnen kann.