Als Außenseiter zum ersten Auswärtswettkampf

Für die Rieser Turner geht es am heutigen Samstag zum ersten Auswärtswettkampf der Saison nach Hannover. Im Duell gegen die TuS Vinnhorst, Vizemeister des letzten Jahres, ist man als Aufsteiger natürlich der Außenseiter und auch die Ergebnisse aus der Vorwoche bestätigten diese Einschätzung. Die kleine Chance auf den zweiten Saisonsieg will die KTV natürlich trotzdem wahren und so tritt man mit der erfolgreichen Mannschaft des ersten Wettkampftages die lange Reise nach Niedersachsen an.

Ihren ersten Saisonwettkampf haben die heutigen Gastgeber klar verloren. Alles andere hätte allerdings auch einer Sensation geglichen, mussten sie doch zum Ligaauftakt gegen den Absteiger aus der 1. Bundesliga, den TV Wetzgau antreten. Dieser kann mit gleich zwei Turnern aus der Nationalmannschaft den besten Kader der 2. Bundesliga Nord vorweisen. Aber die Leistungen die sie dort zeigten, lassen der KTV wenig Hoffnung, den Sieg aus Niedersachsen mit in die Rieser Heimat zu bringen. Ganze 10 Punkte mehr turnten sie im direkten Vergleich und so müsste das Team der KTV nochmals eine deutliche Leistungssteigerung zeigen um den Hannoveraner Turnern Paroli bieten zu können. Diese konnten mit den Trebing-Zwillingen zwei hoffnungsvolle Nachwuchstalente für sich gewinnen, welche seit Kurzem mit Kaderkollege Mika Säfken in Hannover trainieren und schon im ersten Wettkampf eine wichtige Rolle übernahmen.
Aber auch andere Mitglieder des Kaders des TuS sind für Interessierte keine unbekannten Namen. Unter anderem konnten sie mit dem Spanier Rayderley Zapata einen Hochkaräter verpflichten, gewann dieser doch schon vor 2 Jahren an seinem Paradegerät Boden, eine WM-Medaille. Und so macht schon das Lesen der gegnerischen Aufstellung klar, wie die Rollen verteilt sein werden.
Allerdings ist es wie so häufig im Turnen, dass schnell der ganze Plan durcheinanderkommt, wenn Stürze passieren oder ähnliches. Und damit besteht für die KTV Ries doch noch eine gewisse Chance auch beim zweiten Wettkampf zu punkten und wenn es auch nur Gerätepunkte sind, die aber im Kampf um den Klassenerhalt schon häufig das Zünglein an der Waage waren.

Diesem Umstand entsprechend, kann das Trainerteam um Roland Grimm, Jürgen Wundel und Wolfgang Eichmeier auch beim zweiten Saisonwettkampf auf die komplette Mannschaft aus dem erfolgreichen Auftaktwochenende zurückgreifen. Ilya Kibartas wird erneut die Ausländerposition in den Reihen der Rieser einnehmen und mit seinen Einsätzen an allen sechs Geräten für hoffentlich wichtige Punkte sorgen. Auch für Ringespezialist Roland Hagner ist wieder ein Einsatz beim heutigen Duell vorgesehen. Für Thomas Radler wird es aller Voraussicht nach wieder am Barren und Reck an die Geräte gehen, aber bei ihm ist auch an drei weiteren Geräten (Boden, Seitpferd, Sprung) die Option für einen Einsatz offen. Mit Sven König steht ein Turner bereit der mit seinem sicheren Einsatz am Sprung rechnen kann. Zusätzlich wird er heute auch noch am Pauschenpferd und an den Ringen das Trikot überziehen dürfen. In der letzten Woche schon am Barren im Einsatz wird Stefan Braun auch heute wieder an Selbigem sich den Kampfrichtern stellen müssen. Aber auch am Reck kann sein Können heute gefragt sein. Auch Andreas Hofer ist wieder mit von der Partie und kann im Bedarfsfall am Boden und Pauschenpferd eingesetzt werden. Mit seiner guten Leistung am Zittergerät Seitpferd hat sich Lukas Leonhardt ohne Frage für einen weiteren Einsatz an diesem Gerät für den anstehenden Wettkampf empfohlen. Wie viele andere kann auch er an weiteren Geräten – bei ihm Boden, Barren und Reck – der Mannschaft aushelfen falls es notwendig ist. Sicher am Boden eingesetzt werden, wird Philip Schmid, welcher auch am Sprung mit einem fixen Startplatz rechnen kann. Ein weiterer junger Turner, welcher schon viel Verantwortung im Team übernommen hat, ist Jakob Mayer. Auch seine Einsätze am Boden, Pauschenpferd und Reck sind fest im Plan des Trainertrios vorgemerkt. Und natürlich ist auch wieder Arian Trieb mit von der Partie. Als erfahrener Mehrkämpfer wird er am zweiten Wettkampfwochenende wieder einen Fünfkampf absolvieren. Dass diese Aufstellung durchaus zweitligatauglich ist, bewies das Team in der Vorwochen und wenn es dieses Mal schwierig werden wird, die Halle als Sieger zu verlassen, so will man sich dem neuen Gegner von seiner besten Seite präsentieren und wie schon vorher erwähnt, möglichst viele Gerätepunkte mitnehmen.