Klare Niederlage beim Vizemeister

Am zweiten Wettkampfwochenende der Turner gab es für die KTV Ries die erwartete Niederlage gegen die TuS Vinnhorst, den Zweitplatzierten aus dem Vorjahr. Mit 62:24 Punkten musste man die Überlegenheit der Gastgeber klar anerkennen, welche sich auch alle sechs Geräte sichern konnten und damit in der Tabelle an der KTV vorbeizogen. Der Topscorer des Tages kam mit Ilya Kibartas allerdings von den Riesern und so konnte wenigstens eine Teilwertung an diesem Tag gewonnen werden.

Mit schlechten Neuigkeiten brach das Team am Samstag zur Reise nach Hannover auf. Arian Trieb hatte sich unter der Woche am Fuß verletzt und fiel damit für den zweiten Saisonwettkampf komplett aus. Damit musste das Trainerteam um Jürgen Wundel, Roland Grimm und Wolfgang Eichmeier die Aufstellung und Taktik neu ausrichten, um das Fehlen des jungen Leistungsträgers zu kompensieren. Vor allem Lukas Leonhardt wurde dabei eine größere Einsatzbreite zugedacht.
Schon zu Wettkampfbeginn zeigte sich, dass die Gastgeber aus Hannover nichts dem Zufall überlassen wollen, traten sie doch in kompletter Mannschaftsstärke an. Mit Rayderley Zapata stand sogar ein WM-Medaillengewinner im Aufgebot, was die Favoritenrolle nochmals unterstrich. Eröffnet wurde der Wettkampf von Jakob Mayer der mit einer sehr guten Darbietung den Gegner direkt forderte, welcher aber die passende Antwort fand und sich auch direkt die ersten zwei Punkte sicherte. Philip Schmid, zweiter Starter der Rieser, kam ebenfalls gut durch seine Übung und probierte daher in der Schlussbahn eine neue Schwierigkeit, bei der er leider stürzte. Diese Gelegenheit nutzte der TuS zu weiteren vier Punkten. Mit Ilya Kibartas im dritten Duell gab es dann aber auch die ersten Punkte für die KTV Ries. Fünf Zähler konnte Ilya mit seiner guten Leistung am Boden für sein Team gewinnen. Im letzten Bodenduell hatte Lukas Leonhardt seinen ersten Einsatz im KTV- Dress am Startgerät. Auch er lieferte eine gute Darbietung, hatte allerdings gegen den Spanier Zapatas keine Chance und so wanderten weitere fünf Punkte auf das Konto der Vinnhorster. Nach einem 11:5 am ersten Gerät, gab es dann am Pauschenpferd ein deutliches 14:0, was auch an mehreren Patzern der Rieser lag. Gleich zu Beginn wollte man mit Ilya Kibartas wieder Punkte holen. Allerdings musste er das Gerät einmal verlassen und damit seinem Gegner einen Punkt überlassen. Auch Sven König hatte einen Sturz in seiner Übung was weitere fünf Punkte für das Gastgeberteam bedeutete. Lukas Leonhardt kam dann als erster Rieser ohne Fehler durch seine Übung, konnte aber nicht mit der Schwierigkeit seines Duell-Partners mithalten und so wechselten drei Zähler nach Vinnhorst. Den dritten Absteiger am Zittergerät hatte Jakob Mayer bei seinem Einsatz und wieder einmal gab es fünf Punkte für den Gegner. So stand es nach zwei Geräten schon 5:25 aus Sicht der KTV Ries. An den Ringen ging es dann mit einem 5:10 wieder es etwas versöhnlicher zu, auch wenn man damit das dritte Gerät abgeben musste. Roland Hagner machte hier für die Rieser mit einer guten Übung den Auftakt. Die Gastgeber setzten daraufhin direkt ihren stärksten Turner, welcher prompt fünf Punkte aus diesem Duell mitnehmen konnte. Weitere fünf Zähler gingen im zweiten Duell an die TuS. Sven König bekam vom Kampfgericht hohe Abzüge und so konnte sein Gegner als Sieger hervorgehen. Bei seinem dritten Geräteinsatz zeigte Lukas Leonhardt, dass er sich an diesem Tag in einer bestechend guten Form befand. Auch an den Ringen leistete er sich keinen Fehler und schaffte es seinem Kontrahenten am Kraftgerät ein Remis abzutrotzen. Den erhofften Punktegewinn gab es dann im letzten Duell vor der Pause. Ilya Kibartas zeigte an seinem Paradegerät sein komplettes Können und errang dadurch fünf Scorepunkte. Damit war auch der Halbzeitstand von 35:10 klar, der dem Können beider Mannschaften durchaus gerecht wurde.
Nach der Pause ging es am Sprung ähnlich weiter. Auch das vierte Gerät konnte die Mannschaft aus Vinnhorst mit 9:3 für sich entscheiden. Philip Schmid schaffte mit einem guten Auftakt ein Remis in seinem Duell. Ilya Kibartas konnte aufgrund seines hohen Ausgangs, trotz Sturz noch drei Punkte für die KTV gewinnen. Das dritte Duell bestritt Sven König, dessen Gegner mit einem höheren Schwierigkeitsgrad, diese mit vier Punkten für sich entschied. Auch Jakob Mayer, welcher an diesem Gerät Arian Trieb ersetzte, konnte nicht ganz mit dem Schwierigkeitswert seines Gegners mithalten und es wanderten nochmals fünf Punkte auf das Konto der Gastgeber.
Der Barren endete wie das vorherige Gerät ebenfalls mit einer 3:9 Niederlage für die KTV. Mit einer soliden Übung machte gewohnheitsmäßig Stefan Braun den Anfang am vorletzten Gerät. Trotzdem langte es nicht für einen Punktegewinn. Vier Punkte gingen an seinen Duellgegner. Auch Thomas Radler musste vier Punkte an seinen Kontrahenten abtreten, was auch an einem Sturz beim Abgang lag. Einen weiteren Einsatz hatte Lukas Leonhardt am fünften Gerät und wie schon bei den vorherigen, zeigte er eine gute Leistung und musste daher auch nur einen Punkt seinem Gegner überlassen. Die einzigen Punkte konnte dann wieder Ilya Kibartas gewinnen. Mit seiner Übung gelang es ihm seinem Gegenüber drei Punkte abzunehmen, was zu einem Zwischenstand von 53:16 zugunsten der TuS Vinnhorst führte. Auch am abschließenden Reck gab es für die Rieser leider keine Gerätepunkte zu gewinnen, obwohl man hier mit 8:9 am Gerätesieg nur knapp vorbeischrammte.
Obwohl Lukas Leonhardt bei seinem fünften Geräteeinsatz eine gute Vorstellung ablieferte, musste er vier Punkte seinem Gegner überlassen. Thomas Radler hingegen sicherte mit seiner Übung seinem Team drei Punkte im zweiten Duell. Auch Ilya Kibartas konnte sein Duell wieder gewinnen. Nach einer schönen Übung am Schlussgerät kamen weitere fünf Punkte hinzu. Den Schlusspunkt setzte Jakob Mayer auf Seiten der KTV Ries, der ebenfalls mit einer guten Leistung aufwarten konnte, aber wieder einmal war der Gegner zu stark und so gab es am Ende nochmals fünf Punkte für das Team der Gastgeber.
Für die KTV Ries gab es damit zum Ende der ersten Saisonhälfte die erwartete Niederlage gegen die starken Niedersachsen. Nach zwei Wettkämpfen ist damit erst einmal Schluss und es geht in die Sommerpause, bevor es dann im Herbst wie gewohnt mit den restliche Wettkämpfen weitergeht und die KTV weiter um den Klassenerhalt kämpfen will.