KTV trifft auf Meisterschaftsaspiranten

Beim heutigen Heimwettkampf, dem letzten für dieses Jahr, treffen die Turner der KTV auf den designierten Meister vom Bodensee. Der StTV Singen ist auf dem besten Weg, sich den dritten Titel in Folge zu sichern, reist das Team doch als ungeschlagener Vorjahresmeister ins Ries an und ist damit eine der schwierigsten Aufgaben in dieser Saison.

Dass die Turnsaison kurz vor ihrem Ende steht, weiß man spätestens, wenn beim Heimwettkampf der KTV Ries Plätzchen verkauft werden. Und so leitet auch der diesjährige traditionelle Plätzchenverkauf, dessen Erlös dem Förderverein zu Gute kommt, den Endspurt für die Turner ein. Am heutigen Samstag findet nämlich schon der letzte Heimwettkampf der Saison für das KTV-Team gegen eine starke Mannschaft vom Bodensee statt.
Während die KTV in der Nordstaffel der Deutschen Turnliga aktiv war, hat sich im Süden der Republik ein Wechsel im Kräfteverhältnis vollzogen, welcher in dieser Deutlichkeit nicht absehbar war. Nach Jahren der Dominanz der alteingesessenen Mannschaften, hat sich die heutige Gastmannschaft, der StTV Singen, immer deutlicher zum Ligaprimus gewandelt. Am Anfang noch eher unscheinbar, war die deutliche Leistungssteigerung der Turner vom Bodensee in den vergangenen Jahren unübersehbar. Zum zweiten Mal in Folge konnte nun im letzten Jahr der Titel gefeiert werden. Und im Jahr zuvor war immerhin auch schon der Bronzerang drin. Das Highlight dann natürlich im letzten Jahr, als man ungeschlagen den Meistertitel feiern konnte. Und diese Serie setzten die Singener Turner auch in dieser Saison fort. Unglaubliche 18 Siege in Folge konnten sie inzwischen verbuchen. Und der Fokus der Mannschaft liegt natürlich auf Sieg Nummer 19, welchen sie heute in Nördlingen erzielen wollen. Nicht nur, um ihre Serie weiter auszubauen, sondern auch, um die Vorentscheidung im Meisterschaftsdreikampf mit Pfuhl und Oberbayern herbeizuführen. Gelingt es ihnen, auch in der Hermann-Keßler-Halle zu gewinnen, muss am letzten Wettkampftag nur noch das ein oder andere Gerät gewonnen werden um das Meisterschaftstriple zu realisieren.
Aber genau hier, will die KTV den Gästen das Leben schwer machen, ist man in diesem Duell doch eher der Underdog. Die Aussichten auf den Sieg sind dabei minimal, wogegen die Chancen nicht allzu schlecht stehen, das ein oder anderen Gerät als Sieger zu verlassen. Dies ist durchaus notwendig, wollen die Rieser weiter Boden gut machen im Kampf um den vierten Tabellenrang.

Das Trainerteam um Roland Grimm, Jürgen Wundel und Wolfgang Eichmeier kann für diese Aufgabe wieder auf die siegreiche Mannschaft zurückgreifen, welche vor der Pause auch das Derby gegen Buttenwiesen gewinnen konnte. Natürlich ist für den vorletzten Saisonwettkampf wieder Ilya Kibartas mit am Start und man kann dabei an allen sechs Geräten auf sein Können zurückgreifen.
Ein weiterer wichtiger Sechskämpfer wird erneut Maurice Praetorius in diesem Wettkampf sein. Seine Allroundfähigkeiten sind schon länger zu einer wichtigen Stütze der KTV geworden. Auch Maximilian Henning, erst seit diesem Jahr Mitglied des Teams, wird beim letzten Heimwettkampf an die Geräte gehen und als Mehrkämpfer zu einem hoffentlich erfolgreichen Abend seinen Beitrag leisten.
Die weiteren Positionen werden wie gewohnt, mit den entsprechenden Gerätespezialisten besetzt werden. Roland Hagner kann mit seiner jahrelangen Erfahrung punkten und wird daher wieder an den Ringen eingesetzt werden. Auch Thomas Radler wird am Barren und Reck wieder zum Zug kommen. Auf eine ebenfalls schon mehrjährige Ligaerfahrung kann Sven König zurückblicken, was er mit seinen Einsätzen am Sprung auch regelmäßig unter Beweis stellt. Genauso wie sein Teamkollege Stefan Braun, welcher am Barren eingesetzt werden wird. Das Spezialgerät von Jakob Mayer hingegen ist der Boden, wo er auch an diesem Samstag seinen Einsatz bekommen wird. Am Pauschenpferd wird dagegen wieder auf Lukas Leonhardt zurückgegriffen, welcher an diesem Gerät konstant gute Übungen in diesem Jahr ablieferte. Für dieses Gerät hat man mit dem Youngster Clemens König noch eine weitere Option, welcher aber vor allem in den Sprungdisziplinen, Boden und Sprungtisch, sein Können beweisen darf.
Diese Mix aus Mehrkämpfern und Gerätespezialisten hat sich nicht nur in dieser Saison bewährt, sondern auch in den Jahren zuvor und so darf man gespannt in den Wettkampf gehen. Der ein oder andere Gerätepunkt beim letzten Heimwettkampf des Jahres, sollte auf alle Fälle drin sein. Und wer kann schon vorhersagen, was der weitere Wettkampfverlauf noch alles bringen mag.