Saisonabschluss in Kirchheim

Zum Abschluss der diesjährigen Saison, geht es für die Turner der KTV Ries nach Kirchheim. Gegen den VfL will man den vierten Sieg einfahren, um den vierten Rang in der Tabelle zu sichern und damit die Erwartungen zu erfüllen. Ilya Kibartas kann sich dabei zusätzlich noch den Titel des besten Scorers sichern.

Eine intensive Ligasaison neigt sich dem Ende entgegen und für das Rieser Turnteam war sie durchaus erfolgreich. Nach einem guten Start gegen die TG Allgäu konnte auch in der Folge noch der ein oder andere Sieg eingefahren werden, was einen Tabellenplatz in der vorderen Hälfte bescherte. Dies soll nun mit einem Sieg zum Abschluss gegen den heutigen Gastgeber, den VfL Kirchheim, gekrönt werden. Gegen den Aufsteiger stehen die Chancen nicht allzu schlecht, rangiert der Gastgeber aktuell nur auf dem siebten Tabellenrang. Das Team aus Kirchheim konnte in diesem Jahr nur gegen die Turner aus Buttenwiesen punkten, was ihnen zwar etwas Luft im Abstiegskampf verschaffte, aber noch lange keine Sicherheit bietet. Nur durch eine Niederlage des Tabellenletzten verbleiben sie sicher in der zweiten Bundesliga. Sonst sind die Gerätepunkte ausschlaggebend, was zu einer brisanten Begegnung führen wird. Hier kann am Ende jeder Punkt ausschlaggebend sein und so darf man sicher mit einem Gegner rechnen, welcher nochmals alles geben und auf volles Risiko setzen wird um in seiner ersten Zweitligasaison den Klassenerhalt feiern zu dürfen. Ganz unbekannt sind die Kontrahenten am letzten Wettkampftag nicht, turnte man doch im Jahr 2014 in der 3. Bundesliga schon gegeneinander. Ein weiteres Aufeinandertreffen fand im Jahr 2016 statt, als man im Aufstiegsfinale aufeinandertraf. Allerdings mit einem deutlich anderen Ausgang als 2014. Musste man sich im ersten Vergleich noch äußerst knapp geschlagen geben, konnte zwei Jahre später ein klarer Sieg errungen werden und der Wiederaufstieg in die zweite Liga gefeiert werden.
Ein nicht ganz so erfreulicher Nebenaspekt dieses letzten Wettkampfes in diesem Jahr, wird der letzte Auftritt des Mannschaftskapitäns Thomas Radler sein. Das Rieser Urgestein wird nach 21 Jahren im Dress der KTV zum letzten Mal mit der ersten Mannschaft der KTV Ries auflaufen. Über 500 Einsätze hat er in der Zwischenzeit absolviert und dabei alle Höhen und Tiefen der Mannschaft miterlebt. Neben der ersten Meisterschaft in der zweiten Liga überhaupt, war er auch Teil des Meisterteams im Jahr 2008. Nach mehreren weiteren erfolgreichen Jahren in der Liga, kämpfte er, nach dem Abstieg 2013, weiter mit seinem Team um die Rückkehr in die zweithöchste Liga. Auch danach unterstützte er weiter erfolgreich um die Mannschaft wieder in dieser Liga zu etablieren. Und so stehen am Ende mehr als 130 Duelle zu Buche, bei welchen er für knapp 200 Scorepunkte sorgte. Diese erfolgreiche Karriere findet, zumindest in der ersten Mannschaft, vorerst ihr Ende und man kann dem langjährigen Kapitän zu dieser Leistung nur beglückwünschen.

Für das Trainerteam um Roland Grimm, Jürgen Wundel und Wolfgang Eichmeier heißt dies nun schon, den Kader neu zu strukturieren und für das nächste Jahr zu planen. Zuerst steht allerdings die Begegnung gegen den VfL Kirchheim im Fokus, bei welcher nochmals ein Sieg geholt werden soll. Neben dem verdienten Kapitän Thomas Radler, wird dabei wieder Ilya Kibartas zum Einsatz kommen, der mit seinen Einsätzen an allen sechs Geräten gute Chancen auf den Titel des Topscorers in der Liga hat. Weiter wird wieder Maurice Praetorius zum Einsatz kommen, welcher ebenfalls an allen sechs Geräten starten wird. Ebenso wichtig ist der in diesem Jahr neu hinzugekommenen Mehrkämpfer Maximilian Henning, welcher sich als sehr sicherer Turner etabliert hat. Auch Sven König und Stefan Braun stehen dem Trainerteam an ihren Paradegeräten Sprung und Barren zur Verfügung. An den Ringen wird Roland Hagner wieder zum Einsatz kommen. Am Boden hingegen werden wieder die Qualitäten von Jakob Mayer gefragt sein. Für Lukas Leonhardt wird es erneut am Seitpferd ernst werden. Komplettiert wird das Team wieder vom Jüngsten im Kader werden, Clemens König. Er wird wieder am Boden und Sprung eingesetzt werden. Damit steht einem erfolgreichen Saisonabschluss nichts entgegen, kann man doch wieder mit der vollen Mannschaftsstärke antreten.